Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Passatclassic.de -- Das Forum.... Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Beiträge: 1 190

Wohnort: HOL/BS/WOB

Beruf: Antennenbauer

  • Nachricht senden

21

Samstag, 6. Februar 2016, 20:47

Zurück zum Thema - hier aktuellere Bilder, mit den eigens angefertigten Individual-Fußmatten:



Grüße aus dem Solling, Klaus

Beiträge: 2 932

Wohnort: Region BS/WOB/GF

Beruf: Spezialist / Lobbyist

  • Nachricht senden

22

Samstag, 6. Februar 2016, 22:16

Oh... - die passen aber gut. Nicht nur farblich... ;)

Grüße
Tilman

Beiträge: 1 190

Wohnort: HOL/BS/WOB

Beruf: Antennenbauer

  • Nachricht senden

23

Samstag, 6. Februar 2016, 22:23

Ich würd sagen, gute Vorlage ;-) ....und dann nochmal jede einzeln im Wagen nach-angepaßt...

timorbraun

Schüler

Beiträge: 123

Wohnort: Rhein-Lahn-Kreis

Beruf: Offsetdrucker, selbstständiger Werbetechniker, Fahrzeugbeschriftung, Logoerstellung, Textildruck

  • Nachricht senden

24

Montag, 8. Februar 2016, 20:55

Ich hatte mal einen Opel Record in rot-metallic, der war innen quietschgrün velours...damals fand ich's furchtbar, heute nicht mehr.
Grüße von Thomas aus dem kalten Westerwald



Brustvergrößerung durch Handauflegen, Termine nach Vereinbarung

25

Montag, 8. Februar 2016, 21:56

Was hast du denn als Vorlage benutzt? Die damaligen Vortex-Velourmatten? Ansonsten schauts wirklich gut aus.
Rote Innenräume waren ja seit den 60ern ne Spezialität von Opel, in den Siebzigern dann auch inn Velours.
VW konnte soetwas Ähnliches aber auch - Marinogelb mit tannengrünem Innenraum, etwa.
Dann aber lieber den roten Salon, mit Expresszuschlag. Hat deiner hinten auch Kopfstützen? Grübele gerade, aber den gleich alten Audi 200 gab es nicht mit rotem Innenraum, aber ansonsten ebenfalls mit Ton-in-Ton Velours-Innenraum, in grün, beige, blau....

Beiträge: 2 932

Wohnort: Region BS/WOB/GF

Beruf: Spezialist / Lobbyist

  • Nachricht senden

26

Montag, 8. Februar 2016, 22:26

Was hast du denn als Vorlage benutzt? Die damaligen Vortex-Velourmatten?

Als Vorlagen haben wir eine Mischung aus Votex (sic!, Gummi) und Techno (grober Teppich, ebenfalls oft bei VAG Im Zubehör) verwendet, ergänzt um einige selbst abgeleitete Details, z.B. im Bereich der Sitzhöhenverstellung. Darauf abgestimmt gibt es dann jeweils die passende Armaturenbrettauflage, natürlich ohne Lüftungs- und Lautsprecher-Öffnungen. Am Ende wurde es eine Art Kleinserie für den Eigenbedarf. In Braun (für saiga/gazelle) sieht das so aus:


(rechts im Bild für Automatic, links für Handschaltung)

- Die beiden hinteren Matten in der Mitte sind "verkehrt herum" ausgeschnitten, die "Fellrichtung" weicht entsprechend ab, sie wirken entsprechend leicht dunkler.

Zusätzlich noch einmal der Hinweis: Aldi-Fussmatten "Größe B", schwarz, letzte Woche bei Aldi Nord im Angebot (und sicher noch hier und da zu finden), passen beim 32b mit Handschaltung vorne hervorragend, wie Paßform. Nur hinten sind die Matten etwas klein dimensioniert.

Grübele gerade, aber den gleich alten Audi 200 gab es nicht mit rotem Innenraum, aber ansonsten ebenfalls mit Ton-in-Ton Velours-Innenraum, in grün, beige, blau....

Prof. Paolo Nestler, Architekt und Designer u.a. an der TÜ München, der die Farbschemata für den Typ 43 entwickelt hat, hätte einen roten Innenraum garantiert zu schrill und aggressiv gefunden. Ziel waren ja beruhigende Farben...

Grüße
Tilman

Beiträge: 1 092

Wohnort: Remstal

Beruf: Techn. Redaktion

  • Nachricht senden

27

Dienstag, 9. Februar 2016, 22:17

OT


Zusätzlich noch einmal der Hinweis: Aldi-Fussmatten "Größe B", schwarz, letzte Woche bei Aldi Nord im Angebot (und sicher noch hier und da zu finden), passen beim 32b mit Handschaltung vorne hervorragend, wie Paßform. Nur hinten sind die Matten etwas klein dimensioniert.


Richtig. Profitip: Gelegentlich neigen die zum Verrutschen. Die Endgeschwindigkeit des Fahrzeugs lässt sich leicht um mehrere km/h erhöhen, wenn man die Fußmatte unter dem Gaspedal wieder wegzieht. :D

28

Mittwoch, 10. Februar 2016, 10:20

Zitat

Die Endgeschwindigkeit des Fahrzeugs lässt sich leicht um mehrere km/h erhöhen, wenn man die Fußmatte unter dem Gaspedal wieder wegzieht
LOL, ja -und bremsen lässt sich auch besser, bzw: der Bremsweg verkürzt sich auch signifikant, wenn man die Fußßmatte unter den Pedalen wieder wegzieht ! :tongue:
1987 Passat Trend NFL mit DT 75 PS

29

Donnerstag, 11. Februar 2016, 00:06

Das Mitwirken Prof. Nestlers bei der innenraumgestaltung war mir bekannt, am offensichtlichsten ist dies allerdings bei der Urfassung des "C2". Am Ähnlichsten ist da noch der kupferfarbene innenraum. Bei der senfgrünen bzw -gelben Fassung habe ich mich persönlich immer gefragt, wie ein Mensch so viel Geld für solch ein häßliches Auto ausgeben kann - aber bei der Konkurrenz in Form des MB w123 sah das zeitgleich auch nicht umbedingt besser aus.
Ich schweife ab.... der Audi 200 der ersten Serie trägt innen wie außen in der Farbgestaltung eine ganz andere, deutlich technokratischere Handschrift. Evtl. jedoch schlicht Zeitgeschmack und Ordernachfrage angepasst.

Mein früher C4 mit dem Ton-in-Ton in "Bambus" wirkt jedoch längst nicht so anachronistisch in der Gestaltung, wenn man die Arbeit Nestlers dazu in Kontext setzt.

30

Donnerstag, 11. Februar 2016, 10:08

Das war damals vielleicht auch der Zeitgeschmack. Ich erinnere Mich auch an ganz "Hässliche" Gardinenfarben und Tapetenmuster aus jener Zeit.

"Hässlich" aus heutiger SIcht, was aber immer auch subjektiv ist.

In ein paar Jahren kann es auch sein, das graumetallic und grauer Innenraum ein "No-Go" ist und als stilunsicher gilt.
1987 Passat Trend NFL mit DT 75 PS

31

Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:32

Kulturgeschichtlich spricht leider vieles gegen diese These. Metallictöne galten von Beginn an als besonders edel und teuer in der Herstellung. Ähnlich wie bei Leder als Sitzbezugsmaterial mag das ursprügnglich auch mal Geltung gehabt haben. Das sog. "Fischsilber" bestand ja ursprünglich aus aufgebrachten Fischschuppen, welche dann mit Klarlack geschützt wurden. Später wurde dies aber natürlich wie Lack generell auf synthetische Weise produziert. Interessanterweise hat die Industrie bei den Kunden bis heute die Illusion aufrecht erhalten können, dass Metalliclacke sowohl durch Arbeitsaufwand als auch für das Material teurer herzustellen seien als Unilacke. Praktisch sind das wirklich Teure einer Lackierung, zumindest im industriellen Rahmen einer Massenproduktion, jedoch die Farbpigmente. Und davon werden natürlich bei einer satten Uni-Lackierung in weiss oder rot oder.... deutlich mehr gebraucht als bei einem Metalliclack, bei dem es halt es des "Flitters" bedarf, welcher dann durch rel. kostengünstigen Klarlack fixiert wird. Und dies, obwohl diese Unilacke, zumindest bei VW, in der Regel deutlich günstiger zu ordern sind als die Metalliclacke. Man denke nur an den bis vor kurzem beim Passat über Generationen üblichen Rotton, den es Quasi zum Symbolpreis gab.
Controller jedenfalls lieben Metalliclacke, weshalb die die fertig kofigurierten, besonders hochwertig erscheinenden Sondermodelle in diesem Punkt besonders günstig sind ("Team", Goal, usw.)

Offenbar waren bis in die Siebziger Jahre selbst konservative und gesetztere Käufer Farben grundsätzlich aufgeschlossener gegenüber als heute. Man kann in diesem Bereich auch diese "Ganzrationalität 2 nicht, die Lackierung allein unter Wiederverkaufsaspekten zu sehen, zumal die größere Zahl an Privatkäufern das Auto auch länger fuhr, selbst wenn man Neuwagenkäufer war.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »nikalla« (11. Februar 2016, 20:41)


Juergen

Administrator

Beiträge: 5 282

Wohnort: Burgstetten

Beruf: Mädchen für Alles

  • Nachricht senden

32

Freitag, 12. Februar 2016, 19:54

interessant ist ja in diesem Zusammenhang, das es ja heute Autos (auch aus dem VAG Konzern gibt), für die es keine aufpreisfreie Farbe gibt.D.h du bekommst das Auto nicht grundiert, musst also auf jeden Fall extra für ne Lackierung zahlen . Und weiss kostet teilweise Aufpreis *koppschüttel* ...

Beiträge: 2 932

Wohnort: Region BS/WOB/GF

Beruf: Spezialist / Lobbyist

  • Nachricht senden

33

Freitag, 12. Februar 2016, 20:41

Hm... - in Kürze:

- Metalliclack ist produktionstechnisch nach wie vor aufwendiger als Unilack: Schichtdicken und Farbauftrag sind bei Metallic (bzw. Perleffekt) deutlich komplexer zu kalibrieren als bei Unilacken. Das ist durchaus ein gewisser Mehraufwand - dass die Preisgestaltung immer auch dazu dient, den Ertrag über eine häufig gewählte Mehrausstattung zu erhöhen, steht auf einem anderen Blatt. So ist dann zu erklären, dass weiß heute durchaus auch einmal Aufpreis kostet... - wer kein Geld für die Farbe ausgeben möchte, bekommt mit Uranograu eine immerhin interessante Alternative.

- Pigmente sind tatsächlich teuer - allerdings ist der Lieblingslack aller Controller nach wie vor weiß (weswegen Nutzfahrzeuge häufig ohne Mehrpreis in weiß angeboten werden). Weiß kann in sehr dünnen Schichtdecken auf der (hellen) Grundierung lackiert werden, das funktioniert bei dunklen Lacken überhaupt nicht, hier werden viele Pigmente und eine hohe Schichtstärke benötigt.

- Der Grund, warum attraktive Sondermodelle in gedeckten Metallicfarben angeboten werden, ist erstens im guten Wiederverkaufswert der "unauffälligen, (fast) geschmacksneutralen" Farben zu sehen, und zweitens darin, dass gerade bei Modellen, die "auf Lager" produziert werden, der Skaleneffekt den Mehrpreis für die Metalliclacke stark relativiert: Es laufen dann viele Fahrzeuge der gleichen Farbe hintereinander durch die Lackieranlage, entsprechend wenig müssen die Düsen gespült und neu vorgefüllt werden. Also ist es kein Problem, den Metalliclack in das Sondermodell hineinzunehmen, das bringt immerhin ca. 500+ € Preisvorteil ggü. dem Serienmodell.

Grüße
Tilman

Beiträge: 1 190

Wohnort: HOL/BS/WOB

Beruf: Antennenbauer

  • Nachricht senden

34

Freitag, 12. Februar 2016, 22:10


Offenbar waren bis in die Siebziger Jahre selbst konservative und gesetztere Käufer Farben grundsätzlich aufgeschlossener gegenüber als heute. Man kann in diesem Bereich auch diese "Ganzrationalität 2 nicht, die Lackierung allein unter Wiederverkaufsaspekten zu sehen, zumal die größere Zahl an Privatkäufern das Auto auch länger fuhr, selbst wenn man Neuwagenkäufer war.


Diesem Gedankengang folgend stelle ich mir immer wieder die Frage für wen sich der Neuwagenkäufer, der schon beim Kauf SEINES neuen Wagens die Farbe wählt, die dem Gebrauchtwagenkäufer vermutlich am besten gefällen wird, eigentlich den Wagen kauft ?? Doch eigentlich für sich !
Wenn ich mal in die Verlegenheit kommen sollte, mir einen Neuwagen anzuschaffen, dann definitiv in der Farbe, die ich will....ansonsten kann ich mir auch einen Halbjahreswagen in beliebiger Farbe anschaffen, der hat schon 6 Monate Wertverlust hinter sich.

Gruß aus dem Solling, Klaus

VW-Youngtimer

Fortgeschrittener

Beiträge: 417

Wohnort: H/WF/WOB

Beruf: Nostalgiker

  • Nachricht senden

35

Freitag, 12. Februar 2016, 22:52

Hallo Klaus,

so sehe ich das auch und über das Sonderfarbporgramm ist ja auch heute noch Einiges möglich. Die gefühlt 28 verschiedenen Grautöne aus dem aktuellen Serienangebot sprechen mich jedenfalls nicht an. Leider ist der Aufpreis für Sonderlacke inzwischen sehr heftig; das ging zu 32B-Zeiten erheblich günstiger. Wenn man bedenkt, dass einige Lackierungen aus dem Sonderfarbprogramm für unter 200 DM Aufpreis zu haben waren, haben eigentlich erstaunlich wenige Neuwagenkäufer davon Gebrauch gemacht. Entweder haben die Verkäufer nicht aktiv auf diese günstige Möglichkeit zur Individualisierung hingewiesen oder die damaligen Käufer wurden von der erheblich verlängerten Lieferzeit abgeschreckt...

Gruß
Jörn
Passat 32B. Der Youngtimer für jeden Tag.

Beiträge: 2 932

Wohnort: Region BS/WOB/GF

Beruf: Spezialist / Lobbyist

  • Nachricht senden

36

Samstag, 13. Februar 2016, 09:57

Wenn man bedenkt, dass einige Lackierungen aus dem Sonderfarbprogramm für unter 200 DM Aufpreis zu haben waren, haben eigentlich erstaunlich wenige Neuwagenkäufer davon Gebrauch gemacht. Entweder haben die Verkäufer nicht aktiv auf diese günstige Möglichkeit zur Individualisierung hingewiesen oder die damaligen Käufer wurden von der erheblich verlängerten Lieferzeit abgeschreckt...


Die Frage nach der damaligen Qualität der Schulungen für die Verkäufer - die natürlich sowieso längst nicht so systematisiert waren wie heute - stelle ich mir auch schon länger. Gerade das Thema Sonderlack ist hier in der Tat sehr auffällig. Aus heutiger Sicht hat das alles sowieso "nichts" gekostet, aber selbst inflationsbereinigt bzw. unter Berücksichtigung der damaligen Kaufkraft hätte hier deutlich mehr gehen müssen. Es gab Dinge in den Mehrausstattungslisten, die der Kunde eigentlich fast zwingend hätte wählen "müssen": Da ist zum Beispiel die geradezu zum "Spottpreis" erhältliche Formel E - wenn man nach der zu erwartenden Kraftstoffersparnis über Langstrecke und dem Bedarf an Spoilern und Individualisierung in den frühen Achtzigern gegangen wäre, hätten wenigstens im Mj. 1982 und Mj. 1983 deutlich mehr Käufer mit der Formel E vom Hof fahren müssen, statt sich mit dem wirklich nur unwesentlich billigeren 4+E-Getriebe zu begnügen (mehr auf meiner HP, "Ausstattungen" > "Motoren", Link Formel E im Fließtext). Dazu gibt es unzählige Kleinigkeiten, die kaum Geld kosteten, aber erstaunlich oft nicht mitbestellt wurden: Nebelschlußleuchte 56,- DM, Doppeltonfanfare 61,- DM, Außenspiegel re v.i. einstellbar 87,- DM, Türablagekästen vorn 79,- DM, Innenverstellung für Außenspiegel li 33,- DM... - alleine diese vielen zweistelligen Mehrpreise müssten der Logik "nehmen wir noch mit" folgend in deutlich mehr Fahrzeugen verbaut sein, als sie es zumindest in Modellen vor Facelift sind (Preise Santana 1984/2). - Andererseits gab es vermutlich die Mentaliät, die diese Logik gefördert hätte, damals weit seltener als heute.

Nun noch ein Punkt, um den Bogen zurück zum Thema zu schlagen - Innenausstattungen. Nach der gleichen Logik "Value for Money" hätten geschickte Verkäufer m.E. vielen Santana-LX-Kunden ein wirklich sinnvolles Upgrade verkaufen können: Die Sportsitze. Anders als beim Passat 32b, wo dies erst ab 1986 und nur im GL der Fall war, wurden beim Santana als Mehrausstattung grundsätzlich Sportsitze in Velour verbaut. Die Velourausstattung ist nun - abgesehen von mehr Chrom, Leichtmetallfelgen und ZV - eines der wesentlichen Ausstattungsdetails des Santana GX (allerdings ohne Sportsitzform), der sage und schreibe 2.965,- DM mehr als der LX kostete. Die Veloursportsitze kosteten in 1983 (dem Modelljahr, als der Santana CL mit Veloursitzen durch den Santana LX ohne Veloursitze ersetzt wurde) "nur" 413 DM. Geschickt argumentierende Verkäufer vorausgesetzt, hätte man hier sehr vielen LX-Käufern ein verhältnismäßig günstiges "Upgrade" verkaufen können, das ihren Wagen immerhin innen "fast" zum GX aufwertet (natürlich fehlen immer noch Vierspeichenlenkrad, Mittelkonsole, Fahrersitzhöhenverstellung, sowie Leseleuchten, Mittelarmlehne und Kopfstützen hinten...). - Andererseits ist es natürlich aus Sicht des Unternehmens erfreulich, dass trotz dieser Möglichkeit immer noch so viele GX-Modelle verkauft wurden - hier hätte ein "Kannibalisierungseffekt" einsetzen können. Ich gehe aber davon aus, dass bei geschickterer Argumentation der Verkäufer deutlich mehr Fahrzeuge mit Veloursportsitzen hätten verkauft werden können, und tatsächlich gibt es so gut wie überhaupt keine. (Allerdings gab es die VSS auch ausschließlich in schwarz/silber - wer z.B. balear, trakehner oder saiga wollte, konnte keine Sportsitze haben.)

Die V.A.G. Sverige war als Importeur für Schweden übrigens so schlau, ausschließlich das günstigere LX-Modell zu importieren (Mj. 83/84 nur als Fünfzylinder!), dieses aber serienmäßig mit Veloursportsitzen auszurüsten. Somit konnte ein Modell angeboten werden, das mit der heimeligen Innenausstattung heimischer Saab und Volvo zu einem attraktiven Preis konkurrieren konnte.

- Apropos: Ich suche zwei Veloursportsitze, optimal mit FS-Höhenverstellung und aus dem Modelljahr 1984. "Zahle Höchstpreise...!" ;)

Grüße
Tilman

37

Samstag, 13. Februar 2016, 11:25

Nun ist es grundsätzlich müßig, sich mit "gelegten Eiern" näher auseinanderzusetzen, zumindest kann man jedoch eine Lehre für die Zukunft daraus ziehen. In der Tat wundert einen die Verkaufstaktik bei VW zu Anfang der Achtziger. Mein Vater hat sich vor kurzem einen aktuellen Golf gekauft und wir haben uns den Spass gemacht, die Liste der Sonderausstattungen mal mit der des "berühmten" 1978er Variants (Datenkarte sei Dank) zu vergleichen. Es springt sofort ins Auge, dass Mehrausstattungen des "Roten" durch die Bank rein funktionsbezogene Extras waren (Schmutzfänger, Heckscheibenwischer, AHK), jedoch nicht unter der Kategorie "Luxus"bzw. "Komfort" subsumiert werden konnten, anders beim aktuellen Golf. Letzterer hat "Spielereien", welche technologisch aufwändig, jedoch keinesfalls "funktionselementar" sind wie etwa AHK oder Verbundglasfrontscheibe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nikalla« (13. Februar 2016, 22:29)


38

Samstag, 13. Februar 2016, 21:04

Ich habe aus der Familie, damals als junger Mann im ersten Lehrjahr -1992- bei Kauf eines Neuen Golf meines Onkels ( Damals Mitarbeiter bei VW, Jahrgang 1936 ) folgendes mitbekommen: Bestellt wurde ein 4-Türiger Golf CL, 1,6 Liter, Kreuze wurden nur gemacht bei: metalliclack, 5-Gang-Getriebe ( Spritsparender und Ruhiger ) und eben den 4 Türen.
Auf meine damalige Frage, warum er kein getöntes Glas und auch ein Kassettenradio bestellte, gab er zur Antwort: brauch man alles nicht.
Er kaufte 1992 ein Auto nur mit RADIO !

ich , quasi 1,5 Generationen weiter, konnte nicht verstehen, warum er nicht mal ordentlich Musik ins Auto orderte....

Da brauch nicht mehr viel nachdenken um zu erahnen, wie Käufer noch früher tickten.

Schlechtwetterpaket war den einfach wichtiger als "Schickimicki" in Form von Fensterhebern oder Velourspolstern.

Und die EInstellung der Verkäufer datiert ja, trotz "Beeinflussung" in Form von Schulungen durch VW ja auch aus der Zeit und dem jeweilgen Backround.
Es wird ja auch heute nicht alles dem Kunden aufgschwatzt was machbar ist.

So denke ich.
1987 Passat Trend NFL mit DT 75 PS

39

Samstag, 13. Februar 2016, 22:37

Was mir zu meinem C4 noch einfällt: Wenn man längere Zeit (also Jahre) im Innenraum verbracht hat, fallen einem schon deutliche Parallelen zum MB W116 (und dessen Nachfolger) auf, sei es der Lichtschalter, oder die Anordnung des Zündschlosses...oder...
ich werte dies einfach mal als Form der Anerkennung, wie man sie auch aus dem asiatischen Raum kennt, durch Zitat und Nachahmung.

  • »MainzMichel« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 650

Wohnort: Selzen bei Mainz

Beruf: KFZ-Elektriker

  • Nachricht senden

40

Sonntag, 21. Februar 2016, 12:25

sei es der Lichtschalter

Nanu? Beim W116 ist der Lichtschalter separat und ein Drehknopf, beim C4 ein Lenkstockhebel.
Oder sitzt Du in einem C4 Zitterdröhn?

Adios
Michael

Thema bewerten