Freitag, 15. Dezember 2017 - 09:01 Uhr
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Domlagerwechsel

Die Domlager am 32B; da scheiden sich die Geister.... bei manchen Fahrzeugen halten sie ewig, bei anderen sind sie im Zeitraffer fällig. Ich hatte schon die breite Palette von 14 Tagen für das ebay-Billigteil bis zu 2 Jahren für das Markenprodukt aus dem Fachhandel . Es empfiehlt sich hier wie bei vielen anderen Dingen auch, Qualität zu kaufen . Bei meinem roten 32B habe ich beim letzten TÜV im Mai 2009 die vorderen Dämpfer mitsamt den Domlagern gewechselt. Diese hatten dann auch nach kurzer Zeit ein Höhenspiel von mehreren Millimetern bei entlasteter Vorderachse. Das ist wohl ok so, sie dürfen nur kein Spiel bei belasteter Achse haben. Grund dafür ist , das sich der Außenrand aus Gummi durch das Fahrzeuggewicht nach kurzer Zeit setzt.Das weiß auch nicht jeder TÜV ... ich kam mit den damals verbauten Domlagern jetzt wieder über den TÜV, ich bekam für das Auto übrigens von der GTÜ die Plakette "ohne Mängel" . Das ist für ein Auto in der Altersklasse mit der Kilometerlaufleistung sicherlich nicht alltäglich, werden doch zwecks Statistikoptimierung bei allen Prüforganisation gerne bei älteren Fahrzeugen die Plaketten mit "geringe Mängel" erteilt. Zurück zu den Domlagern; die Teile sind eigentlich recht günstig, nur der Ausbau ist nicht ganz ohne. Der bringt im Normalfall den Ausbau der Federbeine mit sich, mit allen Unannehmlichkeiten von 30er Muttern an der Antriebswelle und Spurstangen, die sich nicht aus dem Federbein lösen . Hier will ich zeigen, wie man ohne Ausbau der Federbeine die Domlager in ca 30 Minuten wechseln kann .

 

Federspanner

 

Also Fahrzeug aufbocken, Rad demontieren und Federspanner ansetzen ....

 

 

Wenn die Feder gespannt ist, das Federbein an der Karosserie lösen ....

 

 

Zum Lösen der Domlagermutter auf dem Federbein benötigt man eine Spezialnuss, die man im Fachhandel kaufen kann . Alternativ, mit der hohen Wahrscheinlichkeit das Gewinde/die Mutter zu beschädigen, kann man auch mit einem Durchschlag die Mutter lösen. Danach kann man das Domlager vom Radkasten her entnehmen . Achtung : hier ist es wirklich wichtig, einen geeigneten Federspanner zu benutzen; falls der Federspanner mangels Eignung abrutscht und die Finger befinden sich dazwischen, zieht das eklige Verletzungen nach sich. Das Gleiche gilt für sich eine plötzlich entspannende Feder, die durch die Werkstatt zischt. Das kann tödlich ausgehen. Also, notfalls doch eine Fachwerkstatt konsultieren .

 

 

Links sieht man das alte, rechts das neue Domlager . Man kann deutlich erkennen, das sich der Kragen um  fast einen Zentimeter gesetzt hat, daher auch das Höhenspiel bei entlasteter Vorderachse . Das neue Lager wird dann in umgekehrter Reihenfolge eingebaut .

 

 

Auch hier erkennt man einen  Unterschied. Das eigentliche Lager sitzt beim Alten auch tiefer; ich habe dieses Mal die HD Lager vom Hersteller "Meyle" verbaut, diese Lager sind außen verstärkt und setzen sich angeblich nicht mehr . In spätestens zwei Jahren weiß ich, ob das stimmt :-)